Solawi – Tübingen

… mehr als die Ernte teilen

Unsere Erzeuger

Biolandhof Bäurle in Dußlingen

Der Biolandhof von Eva und Eckehard Bäurle liegt in Dußlingen im Gebiet „In Lachen“ auf 400 Meter Höhe und mit schönem Blick auf die schwäbische Alb. Der Boden ist ein nährstoffreicher Lösslehm. Eva und Ecki bewirtschaften etwa 7,5 Hektar Ackerland, davon ca. 1 Hektar mit Freilandgemüse (Kartoffeln, Möhren, …) und 0,35 Hektar in Folientunneln.

Bis 1997 wurde auf Feldern in Dußlingen für die Firma Vita-Gemüse in Reutlingen Salat produziert. Als dieser Anbau eingestellt wurde, pachteten wir diese Flächen, gründeten unseren Betrieb und starteten den Anbau nach Bioland-Richtlinien. Anfänglich war der Anbau von Gemüse nach Menge und Vielfalt noch sehr klein. Es gab noch keine Gewächshäuser. Das kleine Betriebsgebäude, das sich ungefähr 500 Meter außerhalb des Ortes befindet, war noch nicht mit Strom versorgt, sodass eine Kühlung des angebauten Gemüses nicht direkt auf dem Betriebsgelände möglich war.

Da wir bald nicht nur unseren eigenen Hofladen, sondern auch Hof- und Naturkostläden in der Umgegend belieferten, dehnten wir den Anbau aus. Um das Angebot bis in den Winter hinein zu verlängern, bauten wir Folientunnel. Das Betriebsgelände wurde ans Stromnetz angeschlossen, sodass auch unkompliziert eine schnelle Kühlung und Lagerung vor Ort möglich war.

Aufgrund von zunehmenden Wetterkapriolen, hohen Investitionen und dem damit verbundenen hohen Risiko und der Erkenntnis, dass es auch im Biobereich für kleine Betriebe zunehmend schwerer wird, waren wir offen für das Projekt „Solidarische Landwirtschaft“. Schon nach dem ersten Jahr konnten wir sagen: „Es macht Spaß und wir wollen gerne für euch und zusammen mit euch vielerlei leckeres und gesundes Gemüse anbauen.“

Biolandhof Waldhausen

Betriebsbeschreibung von Michael und Andrea Höhn sowie Eckart und Andrea Wizemann

Auf der Hochfläche im Tübinger Norden, zwischen städtischer Wohnbebauung und dem Naturpark Schönbuch im ländlichen Weiler Waldhausen liegt der „Biolandhof Waldhausen“. Die fruchtbaren Lößböden auf der Hochebene sind wohl der Grund, warum hier schon weit über 900 Jahre Landwirtschaft betrieben wird. Einige Generationen unserer Vorfahren haben hier bereits gepflügt und gesät, gemäht und gemolken, gepflanzt und geerntet.

Wir – Michael und Eckart – haben im Jahr 2000 das Experiment gewagt unsere benachbarten Betriebe im Weiler zum Biolandhof Waldhausen zusammenzuschließen und von da an in Form einer Kooperation gemeinsam nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus zu bewirtschaften. Dank dieser Entscheidung sind wir jetzt in der Lage, die landwirtschaftliche Tradition auf einem zukunftsfähigen Betrieb fortzusetzen und weiter zu entwickeln.

Ungefähr die Hälfte der von uns bewirtschafteten Flächen besteht aus ökologisch wertvollem Grünland. Das Erntegut davon veredeln unsere Milchkühe zu geschmackvoller Biolandmilch. Damit unsere Milch nicht im globalen unüberschaubaren Milchmarkt untergeht, beliefern wir zusammen mit anderen Biolandbauern aus der Region das neue Milchwerk der BioBauernmilch GmbH in Bodelshausen. Mehr dazu unter www.tue-bio.de. In unserem Hofladen kann die frisch gemolkene Rohmilch direkt aus dem Tank abgeholt werden (Öffnungszeiten: Mo-So 17.30-19.00 Uhr und Mo-Sa 9.00-9.30 Uhr).

Ein Teil der Erträge des Ackerlandes werden zur Futterversorgung der Rinder genutzt. Dazu zählen insbesondere die im ökologischen Landbau notwendigen Brachekulturen und Leguminosen wie zum Beispiel Kleegras und Ackerbohnen. 
Auf den guten Böden bauen wir Gemüse und Erdbeeren im Freiland an.

Im Grunde ist dies die für den Menschen effizienteste und sinnvollste Nutzung des Ackerlandes, wenn die Früchte des Bodens direkt der menschlichen Ernährung dienen. Die Sinnhaftigkeit wird noch größer, wenn wie beim Solawi Projekt die „ProsumentInnen“ sich nicht nur über ein Mittragen des Risikos und gemeinschaftlichen Aktionen mit der Landwirtschaft intensiver verbinden, sondern vor allem direkt ohne Umwege in den Genuß der Erzeugnisse kommen.

Dies sind einige der Überlegungen, die uns dazu bewogen haben am Solawi Projekt mitzumachen. Wenn wir im Miteinander das Projekt gut weiter entwickeln, werden für alle Beteiligten Vorteile daraus entstehen.

Im ersten Solawi-Jahr haben wir 1/3 vom Anteil an Gemüse erzeugt und geliefert, 2/3 kam vom Biolandhof Bäuerle.

Derzeit arbeiten 4 bis 5 Menschen auf dem Biolandhof Waldhausen, darunter eine Auszubildende und übers Jahr verschiedene Praktikanten. Für Alle ist der Gemüseanbau eine Bereicherung und eine anspruchsvolle Herausforderung.